Hauptlehrgang Modul III - Familien- und Systemberatung und -therapie
Abschlüsse mit Instituts-Zertifikat und auf Antrag Zertifikat DGSF
I: Systemische Beratung lt. DGSF Umfang mind. 550 UE
darauf aufbauend weitere 350 UE zum Abschluss
II: Systemische Therapie und Beratung lt. DGSF insges. mind. 900 UE
Ziele
Im Hauptlehrgang werden Kenntnisse und Befähigungen für beide Abschlüsse vermittelt
zur Schaffung eines Rahmens zur diagnostischen, situativen und beziehungsmäßigen Abklärung
zur Kontaktbildung bezüglich begrenzter erreichbarer Ziele und zu deren Erlangung
zur (Wieder)-Öffnung und Erweiterung der vorhandenen Fähigkeiten und des Wachstums- und Konfliktlösungs-Potentials des Systems
zu systemischen Modellen und Weiterentwicklungen
Umfang
3 bzw 5 Fachseminare á 5 Tage zu 50 UE
1 Fachseminar á 2 Tage / 20 UE = 17 bzw. 27 Tage mit 170 bzw. 270 UE
Supervisionen mit Supervisor mindestens = 8 bzw.14 Tage mit 70 bzw. 120 UE
plus Supervision in den Fachseminaren = 30 UE
Peergruppen-Supervision mindestens = 80 bzw.150 UE
berufsbegleitende Arbeiten mit Familien oder Paaren o. a. Systemen, mind.100 bzw.200 UE
Literaturstudium 100 UE
weitere Eigentherapie und zusätzliche Weiterbildung in anderen therapeutischen Verfahren wird je nach Eingangsqualifikation bzw. Eignungsnachweis nach Bedarf vereinbart.
Teilnahmevoraussetzungen für den Hauptlehrgang
Abgeschlossene Berufsausbildung im medizinischen, sozialen, psychologischen und pädagogischen Bereich
möglichst mit Fach- oder Hochschulabschluss
- 2 Jahre Berufspraxis - in der Arbeit mit Einzelnen, Familien, in Beratung oder Therapie
Angaben über bisherige Selbsterfahrung und Eigentherapie.
Vorbildung und Erfahrung in einer Methode der Einzel- und/oder Gruppentherapie sollte mindestens 30 UE betragen, kann aber auch nachgeholt werden z. B. Gestalttherapie, Transaktionsanalyse
Gesprächspsychotherapie, Psychoanalyse, Psychodrama, Verhaltenstherapie Möglichkeiten zur praktischen Umsetzung z.B. Arbeit mit Paaren, Familien und/oder anderen Systemen am Arbeitsplatz.
Teilnahme an den Modulen Grundlagen und Selbsterfahrung
Der Fortbildungsvertrag kann frühestens nach Besuch des 1. Seminars Grundlagen der Kommunikations-
und Familientherapie nach V. Satir abgeschlossen werden. Interessenten fordern die Bewerbungsunterlagen
an und überweisen die Bearbeitungsgebühr mit der Bewerbung.
Inhalte des gesamten Hauptlehrgangs für Therapie und Beratung
zeitlicher Umfang ca. 2 - 2 1/2 Jahre
Fachseminare
a. Das Erstinterview 5 Tage / 50 UE
Rahmen und Aufbau des Erstinterviews, Vertrauensbildung, Diagnose, Behandlungsplan, Kontrakt, therapeutische Sicherung und Abschluss.
Der therapeutische Prozeß 5 Tage / 50 UE
Der Prozeß des Gleichgewichts und der Veränderung Interventionsaufbau zur Erkennung, Veränderung und Sicherung, systemische
Intervetionsmöglichkeiten, Verlaufsführung und Kontrolle, Überprüfung des therapeutischen Systems, Entwicklungsorientierung
Die Gesamtbehandlung 5 Tage / 50 UE
Planung und Phasen der Gesamtbehandlung, weitere Methoden therapeutischen Vorgehens, Umgang mit Teil- und Subsystemen sowie mit größeren Systemen, der Therapeut als Instrument, Koevolution, Abschluß der Behandlung, Vorbereitung des Fortgangs und Nachkontrolle.
Die Familie mit Therapeut als System 5 Tage / 50 UE
Erweiterte Diagnostik und systemtherapeutische Zugangsweisen für Familien mit langandauernder oder spezieller Symptomatik. Besondere Konstellation. Mehrgenerationsperspektive.
Systemische Therapiemodelle / Weiterentwicklungen 5 Tage / 50 UE
Krisenintervention. Therapeutisch induzierte Kriese. Andere Modelle und Vergleiche
Supervision Therapie und Beratungsabschluss
Die Supervision mit Supervisor beträgt im Gesamtcurriculum mindestens 14 Supervisionstage mit 120 UE. Weitere 30 UE Supervision werden innerhalb der
Fachseminare absolviert. Jeder Teilnehmer dokumentiert mindestens
4 Therapeutische Prozesse, davon 1 ab 10 Sitzungen, und
führt eine Life-Sitzung unter Supervision durch
Peergruppensupervision
Die Intervision der Lehrgangsteilnehmer findet in Peergruppen statt.
Ziel der Peergruppenintervision ist die Erarbeitung der und die Auseinandersetzung
mit den Inhalten der Fortbildung, das selbständige Einüben im Rollenspiel,
Reflektieren der familientherapeutischen Vorgehensweisen und Fälle der Teilnehmer/innen,
sowie die Erarbeitung der einschlägigen Literatur.
Die Treffen der Peergruppe erfolgen eigenverantwortlich und nach Bedarf.
Sie umfassen mindestens 80 UE bzw. 150 UE Peergruppen. Ein Intervisionstag
sollte 4 oder mehr Zeitstunden betragen und ist zu protokollieren, im Studienbuch
und im Nachweisblatt über die anwesenden TeilnehmerInnen, die Stundenzahl
und nach Inhalten aufgeschlüsselt einzutragen.
Literaturstudium
das Literaturstudium ist mit mindestens 100 UE veranschlagt und nachzuweisen.
Begleitende Eigentherapie
Der Einfluss der Therapeutenpersönlichkeit und die Art der therapeutischen
Beziehung sind wesentliche Faktoren im Behandlungsprozeß.
Sie sind im therapeutischen System ständig zu reflektieren. Daraus ergibt
sich eine erhöhte Eigenverantwortung bzgl. (der Kontrolle der) Selbstwahrnehmung,
der Erweiterung der persönlichen Grenzen und der Eigentherapie.
Den therapeutischen Eigenprozeß betreffende Empfehlungen oder Auflagen
geschehen in gegenseitiger Absprache mit TeilnehmerInnen und werden schriftlich vereinbart.
Studiennachweis
Innerhalb der Fortbildung führen TeilnehmerInnen ein Studienbuch. Sie registrieren und
dokumentieren ihre durchgeführte familien- und systemtherapeutische Arbeit mit Familien, Paaren u.a.
Systemen während ihrer Fortbildungszeit, sowie das Studium von Theorie und Literatur.
Abschluss
Die Teilnahme am Grundlehrgang in Familien- und Systemtherapie wird mit einer Abschlußarbeit mit
Gesamtauswertung über einen abgeschlossenen Fall, zwei Fallgutachten und einem Colloquium beendet
und mit einem ZERTIFIKAT MIT INHALTSANGABE über Grundlagen- und Hauptlehrgang bescheinigt.
Zur Dachverbandsanerkennung als FamilientherapeutIn DGSF wird nach Abschluß ein Antrag über die
Deutsche Gesellschaft für systemische Therapie und Familientherapie nach den geltenden Bestimmungen gestellt.
Anmerkung
Das oben dargestellte Gesamtcurriculum ermöglicht beide Abschlüsse, angepaßt an die Richtlinien des
Dachverbandes DGSF. Der Gesamtumfang der Abschlüsse beinhaltet die Module Grundlagen und Selbsterfahrung. Der Beraterabschluß ist im Hauptlehrgang integriert. - Weitere Einzelheiten der Gestaltung sind gegenwärtig in Bearbeitung. Voll darauf aufbauend können Sie den Gesamtabschluß Systemische Therapie und Beratung erreichen. Zertifizierungen beim Dachverband DGSF erfolgen auf Antrag für Mitglieder.
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